Dresvold - Reste einer Burg bei Skodborg

Dresvold, Reste einer Burg bei Skodborg

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Vorzeitdenkmäler & Ruinen
Addresse

på Gejlager

6630 Rødding

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Dresvold bei Skodborg ist eine der vielen anonymen ehemaligen Burganlagen im Süden Jütlands.

Überall in den fruchtbaren Gegenden der Region findet man an unzugänglichen Stellen Relikte kleiner, anonymer Burgen und Befestigungsanlagen. Sie wurden von einigen der unzähligen Gutsherren errichtet, die es in den ersten Jahrhunderten des Mittelalters überall im Land gab. In den meisten Fällen sind die Namen der Burgbesitzer heute nicht mehr bekannt, da sie der Nachwelt nicht genügend Zeugnisse hinterlassen haben.

Die vielen Gutsherren
In den ersten Jahrhunderten des Mittelalters lebten die meisten Gutsherren in den Dörfern. Ihre Häuser waren wohl größer und schöner als die der gewöhnlichen Bewohner, aber ansonsten hoben sie sich kaum von der Masse ab. Und es gab wirklich viele, denn man musste nicht mehr als einige wenige Höfe besitzen, um sich dem König mit Ausrüstung und Pferd zur Verfügung stellen zu können, wenn dieser zur Verteidigung des Landes aufrief. Mehr war also nicht nötig, um Gutsherr zu sein! Daher gab es Hunderte Gutsherren in Südjütland, und nur wenige von ihnen haben Spuren in Form von schriftlichen Quellen hinterlassen. Wir wissen schlicht und ergreifend nicht, wie viele von ihnen hießen, oder wir kennen ihren Namen, haben aber keine Ahnung, wo genau sie lebten.

Das gefährliche 14. Jh.
Für all die kleinen und großen Gutsherren war das 14. Jh. eine beschwerliche Zeit. Viele Kriege, die Herrschaft der holsteinischen Grafen und die Rückeroberung des Landes durch Valdemar Atterdag machten das Leben für die Gutsherren unsicher, ganz gleich, ob man viele oder wenige Höfe besaß, so wie der namenlose Gutsherr von Skodborg. Jeder einzelne musste sich verteidigen können. Viele verließen die Dörfer und bauten Burgen an schwer zugänglichen Stellen. Einige verlegten ihren gesamten Hof ins Moor, während andere eine halbherzige Lösung wählten, wie der Gutsherr von Skodborg. Er ließ nämlich nur den Verteidigungsturm in den Feuchtwiesen am Bach Skodborg Bæk errichten – der Rest des Hofs wurde auf trockenem Land platziert.

Das Steinhaus
Als man 1949 die Straße zwischen Skodborg und Gejlager ausbaute, stieß man auf Gemäuer, das sich als kompakte Feldsteinmauer herausstellte, die das Fundament eines 6,15 x 3,15 m großen Steinhauses mit Nord-Süd-Ausrichtung bildete. Die 1 m breite Mauer bestand aus Feldsteinen mit Muschelkalk und war bis zu einer Höhe von 1,70 m erhalten. Das Haus selbst war vermutlich aus Backsteinen errichtet, da man viele dieser Steine vor Ort fand. Die Feldsteinmauer bildete nicht nur das Fundament, sondern auch den Rahmen für einen Keller. Innen war die Mauer weiß gekalkt. Ein 5 m langer abschüssiger Gang führte vom Gelände zur Eingangstür des Kellers, die sich am Südgiebel befand. In der nordwestlichen Ecke des Kellers wurde ein Backofen ausgegraben. Dresvold wurde 1949 vom Haderslev Museum ausgegraben.

Der Turmhügel
Das Steinhaus muss das Haupthaus vom Hof des unbekannten Gutsherrn gewesen sein. Um sich vor eventuellen Angriffen zu schützen, hatte er südlich des eigentlichen Hofs draußen auf der Wiese einen runden Turmhügel angelegt. Der Hügel hatte einen Durchmesser von etwa 20 m und war von einem 5 m breiten Wallgraben sowie einem Außenwall umgeben. Noch 1808 wurde er als ansehnliche, von Wällen umgebene Anhöhe erwähnt.

Datierung
Eingetreten in die älteste Bodenschicht im Keller lag eine Münze von König Kristoffer II., die in den 1320er Jahren in Ribe geprägt worden war. Da die Datierung der Münze mit den Keramikfunden im Keller übereinstimmt, besteht kein Zweifel, dass das Steinhaus um 1330 errichtet worden war und wohl einige Jahrzehnte gestanden hat.

Der Gutsherr von Skodborg
Was danach geschah, ist nicht bekannt, die Vermutung liegt jedoch nahe, dass der Gutsherr und seine Familie die turbulenten Jahre Mitte des 14. Jh. nicht überlebten. Sein Gut wurde von anderen Gutsherren übernommen, die alle Krisen überstanden, wie z. B. die Familie Limbek von Tørning. Er selbst starb vielleicht oder wurde vom Gutsherrn zum Zinsbauern. Jedenfalls verschwand der Gutshof bei Gejlager; sein Feldsteinfundament ist jedoch noch immer unter der Erde erhalten. Der Keller steht natürlich unter Denkmalschutz.

Der Text wurde mit Genehmigung von Lennart S. Madsen, Museum Sønderjylland – Archäologie Haderslev wiedergegeben.

Entfernung
Wanderroute Ochsenweg 0 km

 

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på Gejlager

6630 Rødding

Facilities

Informationspunkt

Mittelalter

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